Bienenkugel

Weil Bienen von Natur aus rund bauen!

 

Schwarm, der in einem Apfelbaum zu bauen begonnen hat
Schwarm, der in einem Apfelbaum zu bauen begonnen hat

Genau deshalb hat sich der Erfinder Andreas Heidinger aus Dachau (bei München) etwas einfallen lassen. Nämlich die Bienen-Kugel!

Was kann man sich jetzt darunter vorstellen? Äußerlich sieht sie eher aus wie ein Kasten. Ein Kasten, ähnlich, wie alle anderen Beuteformen. Doch wird die Bienenkugel geöffnet, wird ganz schnell ersichtlich, wieso die Bienen hier kugelförmig bauen können. Die normalerweise rechteckigen Rähmchen sind hier rund! Die Bienen bauen also in einer Kugel. Diese Kugelform kommt der ursprünglichen Heimat der Bienen, nämlich hohlen Baumstämmen am allerähnlichsten. Doch in hohlen Baumstämmen ist die Ernte der Bienenprodukte schwierig. Will man ertragreich imkern, sollte eine einfache Handhabe gegeben sein. Bei der Bienenkugel ist genau dies der Fall. Dass sich die Bienen in der Kugel wohlfühlen, merken wir sofort an den ausgeglichenen, friedlichen Völkern. Vor dem Öffnen der Kugel wird leise dreimal angeklopft, ganz wenig Rauch ins Flugloch geblasen um den Deckel dann ganz langsam zu öffnen. Nochmal ganz wenig Rauch…die Bienen verhalten sich ruhig. Kein erschrecktes auffliegen, nichts. Jetzt können die runden Rahmen vorsichtig gelöst und begutachtet werden. Bei den eckigen Beuteformen fällt oft auf, dass die Bienen nicht bis in die Ecken bauen. Dies liegt an der Kälte. Mit der Wärmebildkamera fotografiert, ist dies genau ersichtlich. Die Kugelform ist im ganzen Raum gleichmäßig von den kleinen Tieren beheizt.

Aufnahme mit der Wärmebildkamera
Aufnahme mit der Wärmebildkamera

Auch die Außentemperatur der verglichenen Beuteformen zeigt uns genau den Unterschied. Während die eckige Beute die Luft außerhalb des Stockes mit heizt, dringt bei der Bienenkugel nur wenig Wärme nach außen. Und das Ergebnis? Wenn weniger geheizt werden muss, also weniger Energie von den Tieren verbraucht wird, bleibt mehr Honig für uns! Während eines ganzen Winters verbraucht erfahrungsgemäß ein Bienenvolk in einer eckigen Beute ca. 15 kg Honig, je nach Witterung. In der Bienenkugel sind es hingegen nur 9 kg Honigverbrauch.
Irgendwann wird den Bienen doch der Raum in der Kugel zu klein? Ist dies der Fall, wird einfach ein Honigraum aufgesetzt. Dieser darf übrigens ruhig eckig sein! Die Königin und die Brut bleiben innerhalb der Kugel, nur der Honig wird im zusätzlichen Honigraum gebunkert. Dies erleichtert uns natürlich auch wieder die Ernte! Der Vergleich hat gezeigt, dass die Honigqualität in der Bienenkugel intensiver ist, da der Wassergehalt im Honig 1–2 % geringer ausfällt. Dadurch erscheint er wesentlich aromatischer.

Wärmehaushalt der Bienen in verschiedenen Beuteformen
Wärmehaushalt der Bienen in verschiedenen Beuteformen

Ein weiterer Vorteil ist die optimale Kontrolle des Volkes durch die „Windel“. Diese befindet sich unterhalb der Kugel. Ein kleines, ca. 10 cm breites Loch ermöglicht den Bienen die Reinigung des Stockes. Tote Bienen und eventuelle Abfallstoffe,
werden von den Tierchen unten auf dem Varroagitter abgelegt.
Wird dieses Varroagitter regelmäßig kontrolliert, sehen wir sofort, was im Stock vor sich geht und ob ein Varroa-Milben-Befall vorliegt und eine Behandlung vonnöten ist. Die „Windel“, die sich unter dem Varroagitter befindet, ist ein weißes Brettchen, auf dem alles deutlich zu erkennen ist und auf dem noch dazu alles gleich notiert werden kann. Dadurch wird es auch Kindern und Jugendlichen möglich mit dem Hobby imkern zu beginnen und dieses Hobby vielleicht später zu
einem Beruf werden zu lassen. Mit der Bienenkugel kann das Imkern
erfolgreich neu entdeckt werden!

Die Töchter des Erfinders beim Schwarmeinlauf in die Bienenkugel
Die Töchter des Erfinders beim Schwarmeinlauf in die Bienenkugel

Bevor jedoch eine Bienenkugel von Andreas Heidinger erworben werden kann, sollte ein 3-stündiger Schnupper-Kurs abgeschlossen worden sein. Hier wird ganz einfach erklärt, wie unproblematisch mit der Bienenkugel geimkert werden kann. Für Laien, als auch für erfahrene Imker empfohlen! Die jeweiligen Termine und Orte sind auf der Homepage einsehbar unter http://www.bienenkugel.de. Auch Professor Jürgen Tautz von der Universität Würzburg ist überzeugt von der Bienenkugel und die Landwirtschaftliche Hochschule in Triesdorf beschäftigt sich schon seit August 2013 intensiv damit. Die Zukunft der Honigbiene liegt in der Bienenkugel.

Mehr Informationen zur Bienenkugel finden Sie unter http://www.bienenkugel.de.

Die Bienenkugel-Schnupperkurs-Termine können Sie in unserem Veranstaltungskalender einsehen.

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